Konfliktmoderation

Wo Menschen zusammenarbeiten ist es wahrscheinlich, dass früher oder später Konflikte entstehen, ganz einfach weil unterschiedliche Menschen unterschiedliche Interessen, Perspektiven und Werte haben. 

Solange es gelingt, diese Unterschiede konstruktiv zu handhaben, stellen sie eher eine Bereicherung als eine Einschränkung dar. Allerdings ist das leichter gesagt als getan, besonders, wenn es um die Verteilung knapper Ressourcen  (Zeit, Geld, Personal, Räume und Sachmittel) geht, oder wenn Menschen sich als Person angegriffen oder abgewertet fühlen. In solchen Fällen ist es manchmal für die Betroffenen unmöglich, die Dinge „sachlich zu sehen“ oder Unterschiede „nebeneinander stehen zu lassen“. Das sind typische Ausgangspunkte für Konflikte, die entweder offen oder verdeckt ausgetragen werden. Manche dieser Konflikte können aus eigener Kraft geklärt werden, andere eskalieren oder verhärten sich zunehmend und erscheinen bald ausweglos. Und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit des Tabuisierens, also so zu tun, als ob es bestehende Konflikte nicht gäbe. Dies zeigt sich in der Regel in einem „friedhöflichen“ Miteinander, das die Kommunikation stark einschränkt, um zu verhindern, dass man auf eine „Mine“ tritt…

Auseinandersetzungen, die mit eigenen Mitteln nicht mehr geklärt werden können, erfordern eine neutrale außenstehende Position, die den Konfliktparteien hilft, wieder in einen konstruktiven Austausch zu kommen. Dies ist Aufgabe und Gegenstand von Konfliktmoderation (wenn es um Gruppen geht) bzw. Mediation (wenn es um einen Zweierkonflikt geht).

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Modellen zur Konfliktmoderation. Ich arbeite nach einem 6-Schritte-Modell von Prof. Dr. Alexander Redlich, das an der Universität Hamburg entwickelt und später in unterschiedlichsten Konfliktkontexten erprobt wurde:

1. Schritt:

Den Auftrag transparent gestalten – Rollen, Richtung, Rahmenbedingungen 

2. Schritt:

Zwischenmenschlichen Kontakt stiften – den Mut zur Offenheit stärken

3. Schritt:

Konfliktthemen bestimmen – zielgerichtete Übersicht schaffen werden soll

4. Schritt:

Sichtweisen auseinandergesetzt klären – Hintergründe erkunden

5. Schritt:

Kreative Lösungen aushandeln –neue Ideen entwickeln und Maßnahmen vereinbaren

6. Schritt:

Umsetzung sichern – Risiken Abwägen ggf. Maßnahmen korrigieren

 

Gerne beantworte ich Ihnen in einem kostenlosen und unverbindlichen Informationsgespräch weitere Fragen.